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Sie schwärmen von unserer Region: Schöne Landschaft, guter Lohn. Nur die Menschen kommen nicht so gut weg. Expat-Fachfrau Kathy Hartmann-Campbell sagt, menschen kennenlernen basel, warum. Kathy Hartmann-Campbell: Ja. Atmet tief durch. Das ist nichts Neues, es war schon immer so und menschen kennenlernen basel schon immer ein Thema für Expats und Neuankömmlinge jeglicher Art. Es ist schwierig, mit der Schweizer Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Vor allem ist es schwierig, näher in Kontakt zu kommen mit den Schweizern.

Das ist ein Film, der in den 80er-Jahren in Basel gedreht worden ist. Er handelt nicht von Expats, sondern von Asylanten. Unter anderem spielt Trudy Gerster im Film eine wunderbare Szene. Aber der Titel des Films hat auch damals meine Erfahrung zusammengefasst. Schon in die Berge zu gehen, kostet viel Geld. Was ich immer wieder höre von Expats aus der ganzen Welt, die hier leben: dass in Basel einfach zu wenig läuft.

Es hat zu wenig Leben in der Stadt. Speziell Südamerikaner sagen: Es ist zu ruhig hier. Wo ist das Leben? An einem Sonntag fällt es besonders stark auf. An einem Sonntag ist die Stadt leer. Nach bald 33 Jahren finde ich, dass heute wahnsinnig viel mehr läuft als damals. Ich war gestern menschen kennenlernen basel der Steinenvorstadt um Mitternacht, nach einem Film, da war es sehr voll da.

Es ist nicht gerade meine Szene, menschen kennenlernen basel es läuft doch viel mehr. Es gibt Möglichkeiten, informell Kontakte zu knüpfen. Ja, wobei es in der Schweiz eine klare Grenze gibt zwischen dem öffentlichen und also sozialen Leben und der privaten Sphäre. Wenn ich arbeiten gehe, ist das meine öffentliche Sphäre, und die ist klar getrennt von meiner privaten Sphäre. Das private Leben ist in der Schweiz stark getrennt von der öffentlichen Sphäre.

Ich menschen kennenlernen basel, dass der Grund dafür die geringe Mobilität der Schweizer Bevölkerung ist. Ich habe eine Statistik menschen kennenlernen basel, laut der 80 Prozent der Schweizer innerhalb von 20 Kilometern ihres Geburtsorts leben.

Es erklärt, warum die Dialekte sich so gut erhalten. Der Kantönligeist unterstützt diese Immobilität: Es ist schwierig, innerhalb der Schweiz umzuziehen. Nach der Uni ist das Freundekonto voll. Man braucht keine neuen Freunde mehr. Ich habe mich zehn Jahre lang um schweizerische Freunde und vor allem Freundinnen echt bemüht. Ich habe es als grösste Herausforderung in der Schweiz erlebt. Nach den ersten Wochen in Basel habe ich gemerkt: Hochdeutsch reicht nicht. Menschen kennenlernen basel habe ich Schweizerdeutsch gelernt und gedacht: Wenn ich Schweizerdeutsch kann, werde ich integriert sein.

Es hat aber nichts genützt. Ich dachte: Da hat es Frauen, die sind auch Unternehmerinnen, da werde ich Freunde finden. Ich ging zu einem Abend der Gruppe, habe eine Frau angesprochen und sie gefragt: Ich lebe jetzt fast zehn Jahre hier, habe viele Freundinnen, aber keine Schweizerinnen. Sie fragte mich, wie alt ich gewesen sei, menschen kennenlernen basel, als ich in die Schweiz kam. Ich war mit 27 in die Schweiz gekommen. Da sagte sie mir: In diesem Alter hat eine Schweizerin ihre Freundinnen.

In Amerika kommen die Nachbarn auf einen zu, wenn man zügelt. Sie bringen etwas zu essen, bieten ihre Hilfe an, und man wird sofort eingeladen. Hier warten die Nachbarn skeptisch, wer denn da kommt. Man wartet, bis die Fremden sich vorstellen. Das muss er sowieso.

Nicht viel mehr, aber auch nicht viel weniger. Solange ich mich darauf fokussiert habe, was ich an der Schweiz nicht gut fand, war ich zum einen sehr unglücklich und hatte zum anderen keinen glücklichen Einfluss. Alle interkulturellen Experten sagen: Die wichtigste Kompetenz ist, sich selbst zu kennen und die menschen kennenlernen basel Erwartungen, Wünsche und Annahmen. Je besser man sich selber kennt, desto besser kann man die andere Kultur kennen und verstehen und desto besser geht es uns allen.

Das gilt im Kleinen, für uns Expats, es gilt auch im Grossen, menschen kennenlernen basel, wenn es um den Weltfrieden geht.

Mein Mann und ich haben heute Morgen darüber gesprochen. Er sagte: Die Expats sind ja zum Arbeiten da. Das ist die urschweizerische Perspektive: Die Expats sind nicht zum Freunde- machen da, sondern, um zu arbeiten. Das war in den 60er-Jahren bei den Bauarbeitern so, bei den Saisonniers. Das war ganz klar: Die waren zum Arbeiten da, die gehören nicht dazu. Diese Haltung ist in den Köpfen von einigen Schweizern immer noch vorhanden, menschen kennenlernen basel.

Wenn man die Schweiz verstehen will, muss man eine topografische Karte der Schweiz anschauen und sehen, wie viele Berge es in der Schweiz hat und verstehen, dass die Schweiz ein reiches Land geworden ist, obwohl die Schweiz immer noch ein Agrarland ist, menschen kennenlernen basel. Wenn man sieht, wie in der Schweiz auf einer Alpwiese gearbeitet wird, dann versteht man, dass das Leben eine ernsthafte Sache ist, menschen kennenlernen basel man hart arbeiten muss.

Ausländer sind immer schockiert, wie kleine Kindergärtner hierzulande früh alleine ihren Schulweg machen müssen. Es wird in der Schweiz sehr früh gelehrt, dass man selbstverantwortlich ist und selbst für sich sorgen können muss. Es gibt eine schöne Definition von Kultur: Kultur ist die Antwort, welche eine Gruppe von Menschen auf die Frage findet, wie man überleben kann.

Ein Bauer muss grundsätzlich selbst überleben, das Leben ist ernst und hart, man kann sich helfen, aber jeder muss für sich selbst sorgen. Das ist in der Schweiz überall zu spüren. Nicht ganz. Es gibt in der Schweiz eine extrem starke Trennung zwischen Arbeit und übrigem Leben: Wenn man arbeitet, dann arbeitet man, über Mittag stempelt man menschen kennenlernen basel und arbeitet nicht, am Wochenende arbeitet man ebenfalls nicht. So, wie die Zeiten strikt getrennt sind, sind auch die Sphären von Arbeit und Freizeit getrennt.

Das macht es für Expats schwierig, menschen kennenlernen basel. Also erstens ist es sehr oft so, dass sie eben nicht kurz da sind. Viele bleiben länger.

Es gibt heute weniger zeitlich begrenzte Assignments und mehr lokale Anstellungen. Meine Erfahrung ist: Die meisten Expats wollen sich integrieren. Sie kommen voller Hoffnung und voller Erwartungen und Pläne, dass das eine bereichernde Erfahrung sein wird für sie und ihre Familien. Das Erste, was sie merken: Es ist schwierig, Deutsch zu lernen.

Das Zweite: Wenn man Deutsch lernt, kann man es nicht brauchen, weil man Dialekt redet. Das Dritte: Schweizer wechseln sofort die Sprache, menschen kennenlernen basel, wenn sie mit einem Fremdsprachigen sprechen. Klar kommt es auf beide Seiten an, aber ich habe es von so vielen Tausenden von Expats gehört, dass man diesen Fakt nicht abstreiten kann. Es fehlt einfach die Lockerheit. Übrigens nicht nur gegenüber uns englischsprechenden Expats, sondern auch gegenüber Deutschen. Deutsche sind eher bereit, mal ein Menschen kennenlernen basel zu trinken und einen Kontakt ohne Erwartungen und Verpflichtungen zu pflegen.

Ich sehe das auch bei Basel Connect: Es kommen nicht viele Schweizer, die sich auf einen Kontakt einlassen. Die Schweizer kennen kaum etwas zwischen der Arbeit und ihrer Privatsphäre. Es gibt hier keine Happy-Hour-Kultur. Schweizer haben sehr oft keine Zeit, menschen kennenlernen basel. Ich habe es nicht so erlebt. Es ist heute noch so, dass ich sehr wenige Schweizer Freunde habe. Es ist nicht so, dass man die Schweiz knacken kann und dann ist man drin, menschen kennenlernen basel.

Jeder einzelne Schweizer ist eine Auster für sich. Ich glaube schon. Als ich in die Schweiz kam, habe ich, vor allem von Linken, einen ganz starken Antiamerikanismus erlebt. Meine Tochter ist als Amerikanerin beschimpft worden. Umgekehrt habe ich auch totale Amerikafans erlebt. Man kann aber sicher sagen: Wir unterschätzen gegenseitig die Unterschiede. Genau deshalb machen die kulturellen Unterschiede Probleme. Wenn wir nach Japan oder nach China gehen, sind wir auf Unterschiede und Schwierigkeiten gefasst.

Wenn ich als Amerikanerin in die Schweiz komme, werden beide Seiten von den Unterschieden überrascht. Da kommt wieder die klare Trennung: Wenn man arbeitet, dann arbeitet man, man ist in der Schweiz nicht bei der Arbeit, um zu smalltalken.

Dazu kommt: Gerade Expats arbeiten oft global und virtuell, sie sind zwar menschen kennenlernen basel auf dem Campus, arbeiten aber mit Spezialisten auf der ganzen Welt zusammen.

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